Erstes 5G-Testfeld für Rundfunkübertragung nimmt in Bayern seinen offiziellen Betrieb auf

Erstes 5G-Testfeld für Rundfunkübertragung nimmt in Bayern seinen offiziellen Betrieb auf

Start-Event am IRT: Inbetriebnahme des Rundfunk-Testfelds 5G TODAY

München, 09. Mai 2019: Das Projekt 5G TODAY hat heute mit einem einzigartigen Testfeld für 5G-Rundfunkübertragung seinen offiziellen Betrieb aufgenommen. Die Projektpartner Bayerischer Rundfunk, das Institut für Rundfunktechnik (IRT), Kathrein, Rohde & Schwarz sowie Telefónica Deutschland erproben damit die testweise Rundfunkverbreitung für eine künftige 5G-Technologie. Das neue und großflächige 5G-Testfeld in Oberbayern wird von zwei Hochleistungssendern mit je 100 Kilowatt (kW) Ausgangsleistung (technisch: ERP) an den Standorten Ismaning und am Wendelstein versorgt. Mithilfe der hohen Sendetürme und der hohen Leistung der Sender (High-Power-High-Tower-Konzept, HPHT) wird die großflächige Ausstrahlung von Rundfunkprogrammen auf Basis des neuen Broadcast-Modus FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) getestet. Der FeMBMS-Rundfunkmodus erlaubt eine weitreichende und preiswerte Verbreitung attraktiver Inhalte über sehr große Funkzellen mit Radien von bis zu 60 Kilometern.

Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien, Dr. Florian Herrmann, MdL, startete den Betrieb des Senders per Tablet vor 150 Gästen aus der Telekommunikations- und Medienbranche, die an einer zweitägigen Fachkonferenz des IRT teilnehmen. „Mit diesem Meilenstein schaffen wir einen Impuls für die bayerische Medienlandschaft und stellen einmal mehr die Innovationskraft des Freistaates heraus“, so Herrmann.

Mit dem Projekt 5G TODAY soll der Grundstein für eine effiziente Übertragung von Rundfunkinhalten in den 5G-Netzen der Zukunft gelegt werden. Es wird seit 2017 mit Mitteln der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert. „Ich freue mich, dass wir heute das erste großflächige Testnetz der Welt für 5G-Broadcasting eröffnen können“, so Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks und derzeit ARD-Vorsitzender.

„Wir müssen unsere künftigen digitalen Kommunikationsinfrastrukturen so gestalten, dass weiterhin die Teilhabe aller Menschen an vielfältigen Inhalten gewährleistet ist. Ich begrüße, dass Bayern in diesem Sinne bei der Standardsetzung und Ausgestaltung unserer digitalen Welt eine Vorreiterrolle spielt.“

Was bei der Verbreitung von Rundfunkinhalten bislang fehlte, ist ein effizienter und direkter Weg, um Nutzer ohne zusätzliche Kosten für sie mit linearen Live-Inhalten auf mobilen Geräten zu erreichen. Deshalb hat der BR zusammen mit dem IRT und drei Branchenführern 2017 das 5G TODAY-Projekt gestartet. Damit wird getestet, wie auf der Basis von 5G-Broadcasting zukünftig eine Overlay-Infrastruktur geschaffen werden kann, die sich zur gleichzeitigen Versorgung von Millionen künftiger 5G-Mobilgeräte eignet. Dabei sollen weder die regulären Mobilfunknetze belastet werden, noch zusätzliche Kosten für die Bürger entstehen.

Auch die technischen Projektpartner zeigen sich zufrieden mit dem Projekt: „Mit seiner Expertise von Mobilfunk- und Rundfunktechnik kann Kathrein sein Know-how aus beiden Bereichen einbringen. Diese Synergien sind für uns bei der Erprobung verschiedener Dienste bei 5G TODAY sehr wertvoll“, betont Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe. Am Sender Ismaning wurde ein Antennensystem von Kathrein ins Testfeld integriert, das für die Verbreitung von Rundfunksignalen an mobile Endgeräte konzipiert ist.

Für die 5G-Rundfunkübertragung werden HPHT-Sender von Rohde & Schwarz genutzt. „Mit diesem zukunftsweisenden Konzept genießen Broadcaster bei der Verbreitung von Videoinhalten über 5G-Netze dieselben Vorteile wie beim klassischen Rundfunk wie beispielsweise eine hohe Videoqualität, kurze Latenzzeiten und eine große Reichweite. Mit unseren Hochleistungssendern tragen wir entscheidend zum Betrieb des Testfelds bei“, betont Peter Riedel, Geschäftsführer von Rohde & Schwarz. Die beiden Testsender werden in einem Gleichwellennetz (SFN: Single Frequency Network) über Kanal 56/57 (750–760 MHz) betrieben.

Dafür stellt Telefónica Deutschland die geeigneten Frequenzen zur Verfügung: „Wir unterstützen das 5G TODAY-Projekt bei der Koordination des genutzten Spektrums im 700-MHz-Band. Uns liegt viel daran, mehr über die großflächige Ausbreitung im Bereich von 700 MHz und damit die Anwendung sehr großer Funkzellen zu erfahren.“, so Gerald Huber, Senior Manager 5G Projects bei Telefónica Deutschland.

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme zeigte sich Michael Hagemeyer, Geschäftsführer des IRT, zufrieden: „In München und Oberbayern haben wir mit dem Testfeld nun ein Alleinstellungsmerkmal und ein echtes Pionierprojekt – auch wenn bis zu einem möglichen öffentlichen Betrieb und bis zur Verfügbarkeit von kommerziellen Endgeräten noch einige Jahre vergehen werden. Für unsere Forschung wird der Test wichtige Erkenntnisse liefern.“ Das IRT koordiniert das Projekt und entwickelt dafür einen Prototypen eines FeMBMS-Empfängers auf Basis der Software Defined Radio Technik (SDR). In Zukunft könnte diese Technologie in Smartphones, Tablets und TV-Geräten für den Empfang von Rundfunk über 5G integriert werden. Der Testempfänger für das Start-Event wird freundlicherweise vom Institut für Nachrichtentechnik der Technischen Universität Braunschweig zur Verfügung gestellt.

Der Testbetrieb von 5G TODAY läuft von nun an bis Herbst 2019, danach werden die Ergebnisse ausgewertet und die weitere Verwertung der Erkenntnisse geplant. Das Projekt endet am 31. Oktober dieses Jahres.

Bild (IRT): Start-Event am IRT: Inbetriebnahme des Rundfunk-Testfelds 5G TODAY – Von links: Prof. Dr. Dr. h.c. Arndt Bode (Bayerische Forschungsstiftung), Uwe Löwenstein (Telefónica), Anton Kathrein (Kathrein-Gruppe), Ulrich Wilhelm (ARD-Vorsitzender, BR), Dr. Florian Herrmann (Bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien), Thomas Janner (Rohde & Schwarz), Manfred Reitmeier (Rohde & Schwarz), Michael Hagemeyer (IRT), Prof. Dr. Ulrich Reimers (IfN, TU Braunschweig)

Kathrein treibt mit Rohde & Schwarz weltweit erstes 5G-Testfeld für TV-Übertragung voran

Kathrein treibt mit Rohde & Schwarz weltweit erstes 5G-Testfeld für TV-Übertragung voran

Rosenheim, 07. Dezember 2018 – Im Rahmen des Forschungsprojekts 5G TODAY haben die Projektpartner Kathrein und Rohde & Schwarz zwei wichtige Meilensteine erreicht: Am Senderstandort Ismaning bei München wurde eine neuartige Antenne von Kathrein für den Testbetrieb fertiggestellt. Zudem ging auf der Senderstation Wendelstein des Bayerischen Rundfunks ein Sender von Rohde & Schwarz erfolgreich in Betrieb. Die speziell hergestellte Antenne und der Sender sind Teil der Testausstrahlung von LTE Broadcast. Das 5G-TODAY-Projekt wird gefördert von der Bayerischen Forschungsstiftung. Unter der Federführung des IRT (Institut für Rundfunktechnik) sind weiterhin beteiligt der Bayerische Rundfunk und Telefónica Germany.

Der neue Netzstandard 5G gilt als Schlüsseltechnologie, wenn künftig Fahrzeuge hoch automatisiert fahren oder Geräte im Internet der Dinge miteinander vernetzt werden. Darüber hinaus bietet 5G auch ein großes Potenzial für die effiziente Verbreitung von Medieninhalten. Mit der Einführung von 5G entsteht ein weltweiter Markt mit Millionen von Smartphones und Tablet-PCs als potentiellen TV-Empfängern, auf denen die Live-TV-Dienste, Mediatheken, Sozialen Netzwerke und vielen weiteren Mediendienste attraktiv angeboten und kombiniert werden können.

LTE Broadcast oder FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) wurde in Sommer 2017 mit dem 3GPP Release 14 spezifiziert. Es definiert neue Möglichkeiten der Rundfunkverbreitung auf mobile LTE-fähigen Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Mit den Erweiterungen des Standards werden erstmals High-Power High-Tower (HPHT) Anwendungen im Downlink only-Modus mit der vollen Signalbandbreite für Multicast/Broadcast möglich. Außerdem wurden mit dem 3GPP Release ein erweitertes Cyclic Prefix (Guard Interval) und Modi definiert, die einen Betrieb ohne SIM-Karten erlauben, wie es für die Rundfunk-Anwendung erforderlich ist.

Der Standort in Ismaning bildet mit dem Sender auf dem Wendelstein ein Single Frequency Network (SFN) und soll den mobilen und portablen Empfang im Großraum München sowie auf den Hauptverkehrsadern zwischen München und Salzburg ermöglichen. Der Kommunikationstechnik-Spezialist Kathrein entwickelte für die Sendeanlage in Ismaning eine spezielle Antenne für die Ausstrahlung von Diversity-Signalen. Zwölf neuartige UHF-Antennenfelder wurden hierfür in 200 Meter Höhe installiert. Dabei musste auch ein 370 Meter langes, armdickes HF-Sendekabel verlegt werden. Ende Januar soll ein weiterer Rohde & Schwarz Hochleistungssender mit 7kW Ausgangsleistung für 100 kW ERP auf die Antenne aufgeschaltet werden. Danach wird das Versuchsfunknetz für die Messungen vorbereitet.

Im Rahmen des bayerischen Forschungsprojekts 5G TODAY wird derzeit ein großer europäischer 5G-Feldversuch in Deutschland aufgebaut. Das Projekt wird gefördert von der Bayerischen Forschungsstiftung. Unter Leitung des Instituts für Rundfunktechnik untersuchen die Projektpartner Kathrein und Rohde & Schwarz die großflächige TV-Übertragung im Rundfunkmodus FeMBMS in 5G. Unterstützt wird das Projekt von Telefónica Germany und dem Bayerischen Rundfunk, der für diesen Feldversuch zwei HPHT-Standorte in der Nähe von München bereitstellt.

© KATHREIN SE, Rosenheim

Weltweit erster 5G-High Tower High Power (HTHP)-Sender: Bayerischer Rundfunk sendet Fernsehprogramm testweise im 5G-Standard

Weltweit erster 5G-High Tower High Power (HTHP)-Sender: Bayerischer Rundfunk sendet Fernsehprogramm testweise im 5G-Standard

Sender Wendelstein | Bild: BR

Im Rahmen des Forschungsprojekts 5G TODAY hat der Bayerische Rundfunk (BR) als einer von fünf Projektpartnern gestern am Sender Wendelstein testweise mit der Ausstrahlung von 5G-Signalen begonnen. Hierfür ging der weltweit erste 5G HTHP-Sender im FeMBMS-Modus (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) mit einer Leistung von 100 Kilowatt in Betrieb. Der Sender strahlte für mehrere Stunden zur testweisen Verbreitung das BR-Fernsehen ab. Mit der Beteiligung am Projekt 5G TODAY sammelt der BR wertvolle Erfahrungen für die erfolgreiche Rundfunk- und Fernsehversorgung der Zukunft.

06. Dezember 2018 – Der von Rohde & Schwarz entwickelte Sender wurde zunächst zu Messzwecken eingeschaltet, um die Einhaltung technischer Parameter zu dokumentieren. Ein dauerhafter Testbetrieb ist ab Mitte Dezember 2018 geplant. Zeitgleich laufen am BR-Standort Ismaning bereits Vorbereitungen für die Inbetriebnahme eines weiteren 5G-Senders. Damit soll ein aus zwei Senderstandorten bestehendes Gleichwellennetz aufgebaut und getestet werden, um anschließend auch die Münchner Innenstadt mit den Test-Signalen zu versorgen.

Weltweit erster 5G-High Tower High Power (HTHP)-Sender

Der BR will durch seine Beteiligung an dem Projekt die großflächige Ausstrahlung seiner Radio- und Fernsehprogramme über das 5G-Netz testen. Er legt damit die Grundlage für einen weiterhin einfachen und unbeschränkten Zugang zu seinen Inhalten: Mit einem entsprechenden 5G-Mobilgerät sollen Verbraucher sowohl die Dienste und Angebote der Mobilfunk-Netzbetreiber als auch die Rundfunk- und Fernsehprogramme empfangen können. Der trägt mit der Erprobung der neuen Technologie 5G als einem der kommenden Übertragungsstandards Rechnung.

Helwin Lesch, Leiter der BR-Hauptabteilung Verbreitung und Controlling: “Mit 5G-Broadcast entsteht derzeit ein neuer, sehr effizienter Verbreitungsweg, um künftig stationäre und vor allem mobile Nutzer mit hochqualitativen linearen und hybriden Programmen und Diensten zu versorgen.” Den BR interessiert dabei speziell die Möglichkeit, Radio- und Fernsehprogramme über 5G auszustrahlen. Die 5G-HTHP-Technologie erlaubt eine großflächige Übertragung von Inhalten im bestehenden Rundfunkfrequenzbereich. Zusätzliches Frequenzspektrum benötigt der Rundfunk dafür nicht.

Die Tests tragen zudem dazu bei, andere Bereiche des 5G-Netzes später leistungsfähiger zu machen, sagt Lesch“Auf diese Weise können die 5G-Mobilfunknetze der Zukunft von bandbreitenintensiven Rundfunk-Anwendungen entlastet werden, und damit höhere Datenraten für die Breitbandversorgung erreichen.“

Im Rahmen des bayerischen Forschungsprojekts 5G TODAY entsteht derzeit im Bayerischen Oberland ein 5G-Testfeld, bei dem der Empfang von Hörfunk- und Fernsehdaten erprobt wird.

© Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

Bayerischer Rundfunk stellt Fernsehprogramm und Standorte für 5G-Broadcast-Test zur Verfügung

Bayerischer Rundfunk stellt Fernsehprogramm und Standorte für 5G-Broadcast-Test zur Verfügung

Weltweit erster High Tower High Power (HTHP)-Sender für künftigen 5G-Standard mit 100 kW Sendeleistung am Wendelstein in Betrieb genommen

Im Rahmen des Forschungsprojekts 5G TODAY hat der Bayerische Rundfunk als einer von fünf Projektpartnern am gestrigen 4. Dezember am Sender Wendelstein Programmsignale zu Tests für den künftigen 5G-Broadcast-Standard zur Verfügung gestellt. Hierfür ging auch der weltweit erste HTHP-Sender im FeMBMSModus (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) mit einer Leistung von 100 Kilowatt in Betrieb. Der Sender strahlte für mehrere Stunden zur testweisen Verbreitung das BR-Fernsehen ab. Mit der Beteiligung am Projekt 5G TODAY sammelt der BR wertvolle Erfahrungen für die erfolgreiche Rundfunk- und Fernsehversorgung der Zukunft.

05. Dezember 2018 – 5G wird im Augenblick in erster Linie mit Mobilfunk und Internetnutzbarkeiten in Verbindung gebracht. Bei diesen Tests aber geht es um einen weiteren wichtigen Bereich des künftigen 5G-Standards: Der Übertragung von Hörfunk- und Fernsehsignalen im 5GBroadcast Bereich.

Der Sender wurde zunächst zu Messzwecken eingeschaltet, um die Einhaltung technischer Parameter zu dokumentieren. Ein dauerhafter Testbetrieb ist ab Mitte Dezember 2018 geplant. Zeitgleich laufen am BR-Standort Ismaning bereits Vorbereitungen für die Inbetriebnahme eines weiteren künftigen 5G-Senders. Damit soll ein aus zwei Senderstandorten bestehendes Gleichwellennetz aufgebaut und erprobt werden, um anschließend auch die Münchner Innenstadt mit den Test-Signalen zu versorgen. Der Bayerische Rundfunk will durch seine Beteiligung an dem Projekt die großflächige Ausstrahlung seiner Radio- und Fernsehprogramme über das künftige 5G-Netz testen und trägt damit der neuen Technologie als einem der kommenden Übertragungsstandards Rechnung. Der BR legt mit dem Test die Grundlage für einen weiterhin einfachen und unbeschränkten Zugang zu seinen Inhalten: Mit einem 5G-Mobilgerät – das erst in ein paar Jahren im Handel erhältlich sein wird – sollen Verbraucher künftig sowohl die Dienste und Angebote der Mobilfunk-Netzbetreiber als auch die Radio- und Fernsehprogramme empfangen können.

Helwin Lesch, Leiter der BR-Hauptabteilung Verbreitung und Controlling:

„Mit 5G-Broadcast entsteht derzeit ein neuer, sehr effizienter Verbreitungsweg, um künftig stationäre und vor allem mobile Nutzer mit hochqualitativen linearen und hybriden Programmen und Diensten zu versorgen. Den BR interessiert dabei speziell die Möglichkeit, Radio- und Fernsehprogramme über 5G auszustrahlen. Die 5G-HTHP-Technologie erlaubt eine großflächige Übertragung von Inhalten im bestehenden Rundfunkfrequenzbereich. Zusätzliches Frequenzspektrum benötigt der Rundfunk dafür nicht.“

Im Rahmen des bayerischen Forschungsprojekts 5G TODAY entsteht derzeit im Bayerischen Oberland ein 5G-Testfeld, bei dem der Empfang Rundfunksignalen erprobt wird.

5G TODAY – Testnetz


Reichweite Sender Wendelstein im Bayerischen Oberland für Mobilempfang im 5G TODAY – Testnetz; Versorgungsdaten: Rundfunkmodus FeMBMS; Kanal 56 (754 MHz); Sendeleistung: 100 kW ERP; Grafik: BR

Die Tests tragen zudem dazu bei, andere Bereiche des 5G-Netzes später leistungsfähiger zu machen, sagt Lesch: „Auf diese Weise können die 5G-Mobilfunknetze der Zukunft von bandbreitenintensiven Rundfunk-Anwendungen entlastet werden, und damit höhere Datenraten für die Breitbandversorgung erreichen.“

Unter Leitung des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) untersuchen die Projektpartner Kathrein, Rohde & Schwarz, BR und Telefónica die großflächige TV-Übertragung im Rundfunkmodus FeMBMS für den künftigen 5G-Standard. Das Forschungsprojekt 5G TODAY wird während der Laufzeit von 28 Monaten durch die Bayerische Forschungsstiftung gefördert.

Fotos über: www.br-foto.de; E-Mail: bildmanagement@br.de

Pressekontakt: Wolfgang Zehentmeier, Tel.: 089-5900-10590, E-Mail: Wolfgang.Zehentmeier@br.de

Kathrein unterstützt 5G-Testfeld für TV-Übertragung

Kathrein unterstützt 5G-Testfeld für TV-Übertragung

Rosenheim, 02. Februar 2018 – Kathrein ist einer der Partner beim Forschungsprojekt 5G-Today. Zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk, dem Institut für Rundfunktechnik (IRT), Rohde & Schwarz und Telefónica Deutschland geht das Unternehmen der Frage nach, wie sich die 5G-Technologie für die Übertragung von Rundfunkinhalten nutzen lässt. Im Oberland entsteht dafür ein 5G-Testfeld, in dem der Rundfunkmodus FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) erprobt wird. Das Ziel ist eine großflächige und wirtschaftliche Fernsehprogrammverbreitung auf allen Endgeräten.

Der neue Netzstandard 5G wird die Schlüsseltechnologie sein, wenn künftig Fahrzeuge hoch automatisiert fahren oder Geräte im Internet der Dinge miteinander vernetzt werden. Darüber hinaus bietet 5G auch ein großes Potenzial für die effiziente Verbreitung von Medieninhalten. Mit der Einführung von 5G könnte ein weltweiter Markt mit Millionen von Smartphones und Tablet-PCs als potenziellen TV-Empfängern entstehen, welche Live-TV-Dienste, Mediatheken, Soziale Netzwerke und viele weitere Mediendienste attraktiv kombinieren können.

BEGINN DES TESTBETRIEBS FÜR HERBST 2018 GEPLANT

Um eine großflächige Versorgung exemplarisch zu realisieren, werden große Senderzellen mit kleinen Senderzellen kombiniert. Dafür werden TV-Signale als Versuchsfunk im Kanal 56 vom BR-Sender Wendelstein und von weiteren Senderstandorten des BR im Raum München gleichzeitig abgestrahlt. Der Beginn von ersten Ausstrahlungen ist für Ende 2018 vorgesehen. Bis dahin werden Komponenten für Aussendung und Empfang entwickelt und installiert. Daneben finden theoretische Voruntersuchungen und Simulationen statt.

Als Anbieter von Mobilfunk- und Rundfunktechnik kann Kathrein sein Know-how aus beiden Bereichen einbringen. Dabei ergeben sich auch Synergien mit dem bestehenden 5G-Testfeld in Rosenheim, das Kathrein für seine Forschung betreibt. Die Interaktion verschiedener Dienste kann in der Praxis erprobt werden.

DAS KONVERGENTE NETZ RÜCKT NÄHER

Ralf Exler, Leiter des Innovationsmanagements bei Kathrein, sieht in diesem Projekt eine wichtige Rolle für das Zusammenwachsen von Rundfunk und Mobilfunk: „Speziell junge Menschen wollen Rundfunkinhalte auf allen User-Devices empfangen. Durch den neuen Standard rückt das konvergente Netz ein Stück näher.“ Der Kunde müsse sich nicht darum kümmern, über welche Wege er Inhalte nutzen kann. „Wir werden bei 5G-Today die Antennen und Netzparameter in der Praxis optimieren und auch Testfahrten durchführen, um für unsere Kunden im Automotive-Bereich innovative Technik anbieten zu können.“

© KATHREIN SE, Rosenheim

Forschungsprojekt 5G-Today: 5G-Testfeld für die TV-Übertragung im Bayerischen Oberland

Forschungsprojekt 5G-Today: 5G-Testfeld für die TV-Übertragung im Bayerischen Oberland

München, 23. Januar 2018 – Im Rahmen des bayerischen Forschungsprojektes 5G-Today entsteht derzeit im Bayerischen Oberland ein 5G-Testfeld für den Rundfunk. Unter Leitung des Instituts für Rundfunktechnik untersuchen die Projektpartner Kathrein und Rohde & Schwarz die großflächige TVÜbertragung im Rundfunkmodus FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) in 5G. Unterstützt werden sie von den assoziierten Partnern Telefónica Deutschland und dem Bayerischen Rundfunk, der das 5G FeMBMS – Sendernetz als Testfeld auf seinen Senderstandorten betreibt.

Der neue Netzstandard 5G gilt als Schlüsseltechnologie, wenn künftig Fahrzeuge hoch automatisiert fahren oder Geräte im Internet der Dinge miteinander vernetzt werden. Darüber hinaus bietet 5G auch ein großes Potenzial für die effiziente Verbreitung von Medieninhalten. Mit der Einführung von 5G könnte ein weltweiter Markt mit Millionen von Smartphones und Tablet-PCs als potentiellen TV-Empfängern entstehen, welche Live-TV-Dienste, Mediatheken, Soziale Netzwerke und viele weitere Mediendienste attraktiv kombinieren können. Im Juni 2017 wurden unter Beteiligung von europäischen Rundfunkanstalten und der Industrie internationale Standardisierungsarbeiten abgeschlossen, um Rundfunkangebote effizient in großflächigen 4G- und 5G-Netzen zu übertragen.

Dazu sagt Jochen Mezger, Geschäftsfeldleiter Netztechnologien am IRT: „Gemeinsam mit EBU, BBC, RAI und SWR sowie Industriepartnern haben wir die Rundfunkanforderungen für 5G definiert und in die internationale Standardisierung erfolgreich eingebracht. Diese enthalten u.a. einen 100-Prozent-Rundfunkmodus sowie vergrößerte Senderabstände. Wir freuen uns, dass wir im Projekt 5G-Today jetzt die Standardisierungsergebnisse in einem Testfeld umsetzen und evaluieren können“.

Um eine großflächige Versorgung exemplarisch zu realisieren, werden große Senderzellen mit kleinen Senderzellen kombiniert. Dafür werden TV-Signale als Versuchsfunk im Kanal 56 vom BR-Sender Wendelstein und von weiteren Senderstandorten des BR im Raum München gleichzeitig abgestrahlt. Der Beginn von ersten Ausstrahlungen ist für Ende 2018 vorgesehen. Bis dahin werden Komponenten für Aussendung und Empfang entwickelt und installiert. Daneben finden theoretische Voruntersuchungen und Simulationen statt.

„Mit den Entwicklungen in 5G nähert sich der Standard den klassischen Parametern eines Rundfunkübertragungssystems an. Damit wird eine großflächige und wirtschaftliche Fernsehprogrammverbreitung möglich. Wir begrüßen die Gelegenheit im Projekt 5G-Today das Netz der Zukunft mit unserer bestehenden Sendeinfrastruktur zu testen“, sagt Prof. Birgit Spanner-Ulmer, Direktorin Produktion und Technik des Bayerischen Rundfunks.

„Als global tätiger Netzbetreiber sowie Mitglied der Next Generation Mobile Networks, kurz NGNM, möchten wir die Tests zur Verbreitung von Medieninhalten mit modernen und konvergenten 5G-Netzen unterstützen. Deshalb werden wir 5G-Today bei Bedarf weiteres 700 MHz Spektrum und damit eines der seitens der EU-Kommission priorisierten 5G-Frequenzbänder zur Verfügung stellen“, so Jaime Lluch, Director Radio Access Network von Telefónica Deutschland.

„Der 5G-Standard bietet die einzigartige Chance, die Stärken der Rundfunkübertragung mit den breiten Möglichkeiten des Mobilfunks intelligent zu verknüpfen. Wir beteiligen uns mit unserer technologieführenden Kompetenz sowohl in der terrestrischen Sendertechnik als auch der Mobilfunk-Messtechnik aktiv an diesem zukunftsweisenden Forschungsprojekt, um damit die Basis für eine effiziente Übertragung von Medieninhalten auf mobile und portable Endgeräte zu schaffen“ sagt Manfred Reitmeier, Senior Director R&D Transmitter Systems von Rohde & Schwarz.

Ralf Exler, Leiter des Innovationsmanagements bei Kathrein, sieht in diesem Projekt eine wichtige Rolle für das Zusammenwachsen von Rundfunk und Mobilfunk: „Speziell junge Menschen wollen Rundfunkinhalte auf allen User-Devices empfangen. Durch den neuen Standard rückt das konvergente Netz ein Stück näher.“ Der Kunde müsse sich nicht darum kümmern, über welche Wege er Inhalte nutzen kann. „Wir werden bei 5G-Today die Antennen und Netzparameter in der Praxis optimieren und auch Testfahrten durchführen, um für unsere Kunden im Automotive-Bereich innovative Technik anbieten zu können.“ Das Forschungsprojekt 5G-Today wird über die Laufzeit von 28 Monaten durch die Bayerische Forschungsstiftung gefördert.

© IRT GmbH, München